"Pro Evolution Soccer"

Aus für "PES": Konami wagt mit "eFootball" den Free-to-Play-Befreiungsschlag

22.07.2021 von SWYRL

Revolution statt Evolution: Konami macht aus "PES" einen Plattform-übergreifenden Free-to-Play-Titel. Ein smarter Befreiungsschlag gegen die "FIFA"-Dominanz.

"FIFA" gegen "PES": Das jährliche Aufeinandertreffen der Fußballsimulationen entschied - finanziell zumindest - EA in der Regel für sich. Nach 26 Jahren steigt Konami nun aus dem Duell aus, indem es kurzerhand die Regeln ändert. Aus der Marke "Pro Evolution Soccer" wird nach einer Übergangsphase vollends "eFootball", aus dem Verkaufs- wird ein Free-to-Play-Modell. Das heißt: Konami bietet die Basis-Version des virtuellen Kicks kostenlos an, der aber wie die Battle-Royale-Titel "Fortnite" und "Apex Legends" fortlaufend weiterentwickelt werden soll. Die Zeit der jährlichen Einzel-Releases ist also vorbei.

Geld soll durch Mikrotransaktionen in die Kassen des japanischen Publishers gespült werden - für die Freischaltung weiterer Modi oder große Saison-Updates etwa. Bis auf die eigene Teamerstellung und Online-Ligen sind allerdings noch keine Erweiterungen bekannt.

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Alle gegen alle

Eine weitere Neuheit: Konami verspricht umfassendes Crossplay. Gamer können damit Plattform-übergreifend gegeneinander antreten. Sogar Mobile-User dürfen mitmischen, sofern sie mit einem via Bluetooth gekoppelten Gamepad antreten. Einen konkreten Release-Termin nannte der Publisher noch nicht, wohl aber, dass "eFootball" für PC, Xbox One, Xbox Series X/S, PS4, PS5 sowie für Android und iOS ab Herbst verfügbar sein wird. Traditionell wurde "PES" im September veröffentlicht.

Technisch verabschieden sich die Entwickler von der eigenen Fox-Engine und setzen künftig auf die "Unreal Engine". Für eine Verbesserung der Animationen und des Gameplays, insbesondere bei den Zweikämpfen, hat man die Barca-Legenden Andres Iniesta und Gerard Piqué engagiert. Ein neues Feature namens "Motion Matching" soll für physikalische korrekte Bewegungen der Spieler sorgen, indem diverse Faktoren wie Geschwindigkeit und Position des Balles in Echtzeit berechnet werden.

Ankündigung spaltet die Fans

Die Revolution der "PES"-Reihe sorgte bei Fans für gemischte Reaktionen. Viele fürchten, für ihre Lieblingsteams zur Kasse gebeten zu werden, denn zum Start stehen wohl nur neun Teams zur Auswahl: FC Arsenal, FC Barcelona, FC Bayern, Juventus Turin, Manchester United sowie die südamerikanischen Klubs Corinthians, Flamengo, River Plate und der FC Sao Paulo.

Unter dem Ankündigungstrailer mit Superstar Lionel Messi finden sich bei Youtube hauptsächlich negative Kommentare, gleichzeitig aber deutlich mehr Likes statt Dislikes. Foren-Dienste wie Reddit quellen dagegen vor Häme und Kritik über. Die Fans scheinen maßlos enttäuscht über das Free-to-Play-Modell zu sein - auch die Grafik wird als Downgrade empfunden.

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