Fortnite

Antrag abgelehnt: Apple sperrt "Fortnite" weiterhin aus dem App Store aus

23.09.2021 von SWYRL

Die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Epic und Apple bezüglich der Wiederaufnahme von "Fortnite" in den App Store wirkt grotesk. Derzeit will Apple den Rivalen nicht mehr mitspielen lassen. Ist das noch ein wegweisender Prozess gegen weniger Monopolmacht oder schon Kindergarten?

Ob "Fortnite" wieder in den App Store darf, will Apple erst dann entscheiden, wenn der anhaltende Rechtsstreit mit Epic Games entschieden oder beigelegt ist. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Epic-Chef Tim Sweeney auf Twitter veröffentlichte.

Stern

Wir schenken dir 26 Ausgaben des Stern-Magazins!

Dabei fand er deutliche Worte, was er von der aktuellen Situation hält: "Apple hat gelogen", heißt es in seinem Tweet, nachdem Apple den Antrag auf Wiederaufnahme in den App-Store abgeschmettert hatte. "Sie sagten, sie würden Epic wieder im Apple Store willkommen heißen, wenn wir nach ihren Regeln mitspielen würden." Das habe der "Fortnite"-Betreiber zugesagt, und dennoch würde Apple das Gesuch "ablehnen in einem weiteren Missbrauch seiner Monopolstellung über Millionen von Usern".

In einem anderen Tweet machte Tim Sweeney die Konsequenzen für die "Fortnite"-Fans deutlich, die den Battle-Royale-Dauerbrenner auf ihren iPhones und iPads spielen wollen: "Gestern Nacht hat Apple uns informiert, dass 'Fortnite' weiter auf der Blacklist stünde, bis alle Rechtsfragen geklärt sind." Konkret hieße das: Fans müssten sich im schlimmsten Fall auf eine fünf Jahre währende Wartezeit einstellen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Kindergarten oder Global Player

Der Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen dauert nun bereits seit mehr als einem Jahr an. Das erste Urteil wurde vor rund zwei Wochen gefällt. Das Gericht in Kalifornien hielt es für rechtens, dass Apple "Fortnite" aus dem App Store entfernte, als sich Epic Games eigenmächtig über die Regeln hinwegsetzte und alternative Zahlungsmöglichkeiten in seiner "Fortnite"-App anbot, um die obligatorischen Provisionszahlungen an Apple zu umgehen. Allerdings solle es Entwicklern erlaubt sein, User darüber zu informieren, dass sie Artikel möglicherweise günstiger kaufen können, wenn sie dies direkt beim Spielentwickler statt innerhalb des App Stores tun, so die Richterin. Epic ging gegen das Urteil in Berufung.

Dass die beiden Global Player überhaupt zu Rivalen wurden, lag daran, dass Apple auf seinen Regeln beharrte - und Epic bewusst auf Konfrontation ging, um einen Präzedenzfall zu schaffen. Derzeit werfen sich beide Seiten Doppelzüngigkeit vor.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL